Das Buch zum Thema

Ist das Familienstellen mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren? Wie geht eine Familienaufstellung vor sich? Das Buch beinhaltet ein Konzept des Familienstellens auf christlicher und biblischer Basis. Teilnehmer der Jahresgruppe „christliches Familienstellen“ berichten über ihre Erfahrung:

„Wir haben einen Gott der heilt!“
ISBN: 978-3-7448-1017-3

 

Autorenlesung "Wir haben einen Gott der heilt:

Für eine Autorenlesung in Ihrem Umfeld stehe ich gerne zur Verfügung

Sie können hier den Flyer Autorenlesung "Wir haben einen Gott der heilt" herunterladen


Leseprobe

Problemstellung: Frieden mit dem Vater schließen

 

Der HERR erhebe sein Angesicht zu dir
und gebe dir Frieden.
(4. Mose 6,26)

 

Theresias Anliegen war, Frieden mit ihrem Vater zu schließen. Ihre Fragestellung lautete: „Warum hast Du mich fallen lassen, als ich begann meine eigene Meinung zu bilden. Ich habe das Gefühl, wenn ich meine Meinung sage, laufe ich Gefahr, nicht mehr geliebt zu werden. Ich möchte, dass ich in meiner Persönlichkeit anerkannt werde.“

Die Aufstellung von Theresia führte in den 1. Weltkrieg. Der Vater von Theresia und dessen Mutter klammerten sich in Todesangst aneinander. Sie zitterten am ganzen Körper während der Großvater in Militärstiefeln die beiden ständig umkreiste. Er marschierte regelrecht um die beiden herum. Die Schritte dröhnten durch den ganzen Raum. Er war nicht zu stoppen, nicht einmal durch Legen mehrerer Abgrenzungen um die beiden. Mutter und Sohn zitterten auch weiterhin. Als Anleiterin versuchte ich den beiden mit einer Decke Schutz zu geben, was ebenso fehlschlug. Die Stiefel wurden immer lauter und fordernder. Wie unter Zwang marschierte die Stellvertreterin des Großvaters immer energischer. An dieser Stelle stellte ich als Aufstellungsleiterin zum ersten Mal Jesus in eine Aufstellung. Die Macht brach augenblicklich in sich zusammen. Der Urgroßvater kam zum Stillstand. Mutter und Sohn hörten auf zu zittern und fühlten sich befreit. Plötzlich war Friede im Raum. Alle Teilnehmer der Aufstellung waren betroffen.

Theresia:

Mein Vater war bereits 50, meine Mutter 42, als meine Zwillingsschwester und ich als Nachzügler zur Welt kamen. Meinen Vater erlebte ich als hart und ungerecht, meine Mutter als unberechenbar. Bis zum 4. Lebensjahr war ich meines Vaters Liebling. Ich war ein aufgewecktes Kind. Als ich begann, meine eigene Meinung zu bilden, wandte er sich von mir ab und bestrafte mich mit Liebesentzug. 

Es hatte sich nie mehr ein liebevolles und nahes Verhältnis entwickelt. Er hatte für nichts Verständnis, wenn ihm etwas nicht passte, verprügelte er uns. Jedes Widerwort zog Prügel nach sich. Sein Spruch war: „Wir haben auch Schläge bekommen, und es hat uns nichts geschadet.“

Wie weit er von mir entfernt war, wurde mir klar als wir ihn kurz vor seinem Tod im Krankenhaus besuchten. Er hatte seinem Bettnachbarn von mir als kleinem Mädchen erzählt. Hier war er offenbar stecken geblieben und hatte mich nicht in meinem Erwachsenwerden begleitet. Ich war inzwischen 18 Jahre alt, als er kurz danach starb. Bei seinem Tod spürte ich neben der Trauer auch eine große Erleichterung, da ich jetzt keine Angst mehr zu haben brauchte.

Diese Erfahrung mit meinem Vater brachte mit sich, dass ich es nie gelernt habe angstfrei meine eigene Meinung zu sagen. Immer noch funktioniert der Mechanismus in mir, dass ich Angst habe abgelehnt zu werden, wenn ich eine eigene Meinung vertrete. Durch die Aufstellung wurden mir die Zusammenhänge klar, was mir hilft innezuhalten und das Muster der Vergangenheit zu durchbrechen.

Als ich in der Aufstellung meinen Vater in seiner riesigen Angst sah, spürte ich nur noch Mitleid mit ihm. Er hat weitergegeben, was er selbst erlebt hatte. Er war selbst völlig unterdrückt herangewachsen, eine eigene Meinung bei solch einem übermächtigen Vater war undenkbar.

In diesem Moment habe ich ihm für das, was er mir angetan hat, einfach nur vergeben. Die Vergebung stand für mich im Vordergrund. Jetzt konnte ich Frieden mit ihm schließen. War das eine Erleichterung!

 

Fazit:

Theresia hatte die Möglichkeit sich mit ihrem Vater zu versöhnen. Sie konnte verstehen und nachfühlen, warum sich ihr Vater ihr gegenüber so hart und ungerecht verhalten hatte. Herr, Du hast ihr Dein Angesicht zugewandt und ihr einen tiefen Frieden geschenkt.

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